21. Juni 2024

Gelebte Theaterleidenschaft

Mit drei kurzweiligen, stimmungsvollen und leidenschaftlichen Auftritten konnten sich vier Schülerinnen und vier Schüler aus der Klasse 10ad, die unbedingt noch einmal ihr schauspielerisches Können auf der Bühne in unserer Aula präsentieren wollten, vom Schultheater an der JES verabschieden.
Vor den Weihnachtsferien gab es am Mittwochvormittag zwei Aufführungen für die Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der JES. Zusätzlich wurden bei einer Abendvorführung einen Tag später dann die Eltern, Verwandte und Freunde der Akteure, aber erfreulicherweise auch weitere Gäste sowie auch Schülerinnen und Schüler, die sich das Stück nochmals angucken wollten, bestens unterhalten.

Schon am Ende des vergangenen Schuljahres – nach Beendigung des fünften Abenteuers um Geheimagent Jim Joint – kam der Wunsch bei den damaligen Neuntklässlern auf, dass sie gerne trotz des Ausscheidens aus dem Mittwochnachmittags-Projekt noch einmal ein Theaterstück für die Schulfamilie aufführen wollen.

Also setzten sich die Schüler und der Spielleiter Anfang dieses Schuljahres zusammen, um ein passendes, lustiges und unterhaltsames sowie nicht allzu langes Stück herauszusuchen. Nach Durchsicht mehrerer infrage kommender Werke fiel die gemeinsame Wahl schnell auf das Stück „Der Gute-Tat-Tag“. Durch ihre langjährige Theatererfahrung gestählt verteilten die Schüler untereinander schnell die Rollen (wie sich später herausstellte auch absolut passend für die einzelnen Charaktere) und Lea Lehmann kümmerte sich umgehend um die Vorbereitungen für Bühnenbild sowie Requisiten, die für die Aufführung benötigt werden.

Ab Ende November trafen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler dann mit dem Regisseur nach dem Ende ihrer Tanzstunden am Freitagnachmittag, um das Theaterstück auf der Bühne in der Aula einzustudieren. Bei den Proben wurde der Theatertext dann noch etwas modifiziert, zusätzliche Textpassagen integriert und der ein oder andere Gag mit eingebaut. Hier half den Schülerinnen und Schülern ihre langjährige Theatererfahrung sowie ihre große Begeisterung für die Ausarbeitung und Bearbeitung eines Stückes, nicht zu vergessen natürlich ihre große Leidenschaft fürs Schultheater, um ein insgesamt stimmiges und rundes Stück präsentieren zu können.

So langsam rückten die Aufführungstermine näher; die Proben liefen soweit ganz gut und jede/r fand sich gut in ihrer/seiner Rolle ein, sodass gelungenen Aufführungen eigentlich nichts im Wege stand. Wenn dann nicht immer das leidige Thema mit dem Textlernen wäre …

Bis zum Schluss, einschließlich der Generalprobe am Dienstagnachmittag, wurde diese notwendige Grundlage der Theaterarbeit von den Akteuren immer wieder und weiter aufgeschoben. „Wir haben ja noch Zeit bis zur Aufführung!“, oder „Den lern‘ ich schon noch.“ musste sich der Spielleiter dann anhören, wenn er eindringlich darum bat, die Schülerinnen und Schüler mögen doch bitte ihren Text beherrschen, um die schauspielerische Feinarbeit am Stück vertiefen zu können.

Die beiden Aufführungen für die Schülerschaft und Mitarbeiter der JES verliefen dann aber trotz noch bestehender Textlücken und eifrigen Einsagens des Textes durch den Souffleur außerordentlich gut. Die Zuschauerinnen und Zuschauer quittierten die Darbietung des Ensembles mit wohlwollendem Beifall und konnten gelegentlich zu einigen Lachern animiert werden.
Ihr wahres Können und noch einen Tick mehr Spielfreude zeigten die Akteure dann aber am Donnerstagabend. Wahrscheinlich brauchten die Jungs und Mädels einfach die Dunkelheit um sich herum und dass sie jetzt im grellen Scheinwerferlicht dem Publikum gegenüberstanden, um so richtig ihre Spielfreude sowie ihr Können den Zuschauern zu präsentieren. Plötzlich saß der
Text überraschenderweise besser, die Längen und Verzögerungen, die es noch am Tag zuvor gab, wurden größtenteils vermieden und die Theaterleidenschaft der Schülerinnen und Schüler übertrug sich aufs Publikum, sodass am Ende lang anhaltender Applaus als verdienter Lohn für das Ensemble, den Licht- und Tontechniker Leon Oswald (10b) sowie den Spielleiter erklang.

Zum Abschluss lässt sich festhalten, dass es mir persönlich eine Freude war, mit den Jungs und Mädels aus der 10ad, auf die sich anscheinend meine Begeisterung sowie Leidenschaft fürs Schultheater übertragen hat, noch einmal ein Stück einzustudieren und auf die Bühne zu bringen.

Ich danke Euch, Lea, Lea-Sophie, Leonie und Sophie sowie Cedric, Elias, Michi und Noah für die schönen Stunden der gemeinsamen Theaterarbeit, für Euren immensen Einsatz, für die Geduld, Nerven und Leidensfähigkeit, die ihr mit mir als Regisseur auf Euch nehmen musstet, und für Eure Bereitschaft, unsere Schulfamilie der JES mit Eurer Spielfreude beim „Der Gute-Tat-Tag“ zu unterhalten.

Des Weiteren möchte ich mich bei unserem Techniker Leon Oswald sowie unserem Hausmeister Jürgen Brey recht herzlich für ihren Einsatz zu den gelungenen Theateraufführungen bedanken.

Ein Dankeschön geht auch an Marie Greim (10b) und Zoe Williams (9d) sowie weitere Schülerinnen und Schüler der 10b, die am Donnerstagabend beim Verkauf und Catering mitgeholfen haben.

Nun bleibt mir nur noch, der gesamten Schulfamilie sowie allen Freunden und Unterstützern der Theatergruppe an der JES ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für 2024 zu wünschen, und alle Interessierten zu neuen Theaterproduktionen im neuen Jahr einzuladen. Anfang Februar werden die Schülerinnen und Schüler aus dem Mittwochnachmittags-Projekt ihr neu einstudiertes Stück „Strike for your rights“ auf der Bühne in der Aula aufführen. Dazu schon an dieser Stelle herzliche Einladung; mehr Informationen erhalten Sie demnächst.

Ralph Händler