Nach dem tränenreichen Abschied in Raleigh im April 2019 freuten wir uns darauf, wenige Wochen später unsere Austauschschüler in Nürnberg begrüßen zu dürfen. Stilecht mit schwarz-rot-goldenen Luftballons und Plakaten hießen wir am 17. Juni unsere 16 Austauschpartner und Lehrerinnen in Deutschland willkommen.

Das erste Highlight des Gegenbesuchs war die Willkommensfeier bei einer der deutschen Gastfamilien: Auf der Alpaka-Farm der Familie Grießhammer konnten

erste Freundschaften zu den Vierbeinern bei einer Wanderung im Fichtelgebirge geknüpft werden. Der Wanderung folgte ein gemütliches Beisammensein mit BBQ und leckerem Salat- und Nachtischbuffet.

Die Schülerinnen und Schüler verbrachten dann die restlichen Pfingstferien mit ihren Gastfamilien. Am ersten Schultag nach den Ferien wurden unsere Gäste mit einer englischsprachigen Andacht, untermalt von den Rocks of JES, von der ganzen Schulfamilie begrüßt. Von den Schoolhosts (Schulgastgeber) bekamen sie zur ersten Orientierung die JES gezeigt und nahmen am Unterricht in verschiedenen Klassen teil. Sehr begeistert wurden in den Englischstunden die Präsentationen der Amerikaner über ihren Alltag und das Leben in Amerika aufgenommen.

Ein vielfältiges Programm sorgte für Abwechslung im Schulalltag: So gab es beispielsweise einen Back-Workshop, Führungen durch die Gefreeser Kirchen, einen MINT-Nachmittag am Schulteich, einen Kindergartenbesuch in Bad Berneck, Wanderung zum Rudolphstein und vieles mehr. Zwei Tagesausflüge gemeinsam mit den deutschen Austauschpartnern rundeten das Programm ab. Der erste Ausflug führte uns nach Grafenwöhr zu einem der größten europäischen US-Armee Standorte. Dort besuchten wir u. a. das Museum und trafen sogar auf Elvis! Anschließend fuhren wir zum Monte Kaolino, wo wir uns nach der Besteigung desselbigen im Freibad abkühlten. Der zweite Ausflug ging nach München, wo wir zuerst auf Einladung von MdL Inge Aures den bayerischen Landtag besuchten. Besonders beeindruckt waren die Schüler davon, im Plenarsaal auf den Stühlen der Abgeordneten Platz nehmen zu dürfen. Frau Aures erzählte uns von ihrer Tätigkeit als Landtagsabgeordnete und beantwortete Fragen der Schüler. Eine Stadtführung zu Fuß und freie Zeit im Stadtzentrum rundeten diesen Ausflug ab.

Die drei Wochen vergingen wie im Flug und schneller als gedacht feierten wir am amerikanischen Unabhängigkeitstag eine zünftige fränkische Abschiedsfeier – überwiegend in Dirndl und Lederhosen! Das Küchenteam um Herrn Zimmermann bereiteten ein zum Motto passendes Buffet. Als krönender Abschluss trat die Volkstanzgruppe der LandjugendBad Berneck / Bindlach auf und einige der Austauschschüler konnten ihr Talent unter Beweis stellen.

Am letzten Schultag beteiligten sich alle Austauschschüler mit Begeisterung an den Bundesjugendspielen, bevor sie am nächsten Morgen um 3:30 Uhr mit dem Bus nach Nürnberg fuhren und ihre lange Heimreise antraten.

 

„Räum dein Zimmer auf“, „Sei spätestens um zehn wieder zu Hause“, „Solange du deine Füße unter meinem Tisch hast …“.

Sätze, die viele Jugendliche schon einmal gehört haben, erscheinen den Schülern der Klasse 8d der Jacob-Ellrod-Schule nun in einem völlig neuen Licht.

Die 25 Jungen und Mädchen stellten sich der selbstgewählten Herausforderung, Obdachlosen in einer Großstadt zu helfen. Schnell wurde sich auf die Stadt Nürnberg geeinigt und mit selbstformulierten Briefen die Spendensammlung begonnen. Innerhalb einer Woche kamen viele nützliche Dinge, wie Hygieneartikel oder Naschereien, in der Schule an, die in kleinere Tüten sinnvoll verteilt wurden. Dann kam der große Tag, an dem die Klasse mit den Lehrern Frau Engels, Frau Hollweg und Herrn Kolb die Reise antrat:

Bepackt mit Spendentäschchen und Lunchpaketen fuhren sie mit dem Zug nach Nürnberg. Dort fand sich die Gelegenheit die Organisation RAMPE e.V. kennenzulernen, welche sich speziell um obdachlose Jugendliche kümmert. Hier berichtete Johannes, ein Mitarbeiter, dass der Jüngste ihrer Klienten im Moment 14 Jahre, also genauso alt wie die Schüler, sei. Unvorstellbar! Er erklärte kurz den Unterschied zwischen „obdachlos“ und „wohnungslos“, erzählte Fälle aus seinem Arbeitsalltag und gab Ratschläge für die spätere Arbeit in sozialen Berufen. Auch die Fragen der Schüler kamen nicht zu kurz und es gab Tipps, um mit Obdachlosen ins Gespräch zu kommen. Nach einem Gruppenfoto ging es dann weiter in die Innenstadt.

In drei Kleingruppen verteilten sich die Jugendlichen von der St. Lorenzkirche aus und machten sich auf die Suche nach bedürftigen Menschen. Aber erst nachdem die Blicke, weg von den einladenden Schaufenstern mit Markenuhren und Brautkleidern, wieder auf die eigentliche Herausforderung fokussiert wurden, sah man sie: Sie sahen Bettler am Boden sitzend vor den Geschäften, im Rollstuhl, mit Hund, in Gruppen, ohne Zähne. Sie sahen alte dreckige Männer mit all ihren Habseligkeiten auf eine Sackkarre gebunden und alte Frauen mit Rollator, die Mülltonnen nach Brauchbarem durchsuchten.

Also begannen sie zu helfen.

Für die Lehrer völlig überraschend, war das Ansprechen der Leute kein Problem. Das Helfen beflügelte. Die Geschichten von Frauen, die das Weinen anfingen oder Gott für die Hilfe dankten, machten schnell die Runde, so dass jeder Schüler einmal ein Geschenk überreichen wollte. Erst als alle Spenden verteilt waren, gaben sie sich zufrieden. Die Geldspenden wurden noch zu RAMPE e.V. gebracht und man begab sich glücklich auf den Rückweg nach Gefrees.

Hier wurde alles für eine Übernachtung unter freiem Himmel auf dem Sportplatz vorbereitet. Ans Schlafen wurde allerdings noch lange nicht gedacht. Am Lagerfeuer aßen alle noch Pizza, spielten Spiele und unterhielten sich bis weit nach Mitternacht. Erst dann ging der anstrengende Tag (33.000 Schritte) zu Ende und sie kuschelten sich in die Schlafsäcke. Ohne Dach über dem Kopf, aber mit Freunden an der Seite.

Aber als hätte dieses Erlebnis noch nicht genug Aufregung geboten, fing es um halb drei an zu regnen. In Windeseile wurden die Habseligkeiten zusammengerafft, um ins Schulhaus bzw. die Turnhalle umzuziehen. Hier war es trocken und warm. Wie schön!

Ein Dach über dem Kopf. Ein Zimmer, ein eigenes Zimmer, eine Familie mit der man gemeinsam am Tisch sitzt, ein Zuhause, das haben nicht alle Menschen in Deutschland.

Von ganzem Herzen danken wir allen, die geholfen haben, diesen Menschen eine kleine Freude zu machen.

 

Auch in diesem Jahr durften die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Jahrgangsstufe ihr sportliches Können unter Beweis stellen und sich in einem leichtathletischen Dreikampf messen. Dabei traten die Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer in den Disziplinen Sprint/Ausdauerlauf, Weit-/Hochsprung und Ballwurf/Kugelstoßen an. Bei sonnigem Wetter mit angenehmen sommerlichen Temperaturen wetteiferten unsere JES-Sportlerinnen und Sportler auf dem Sportgelände und stellten sich motiviert und gut gelaunt den Wettkämpfen. Dabei wurden sie in den unterschiedlichen DisziplineBundesjn von den Lehrkräften unter Leitung der Sportfachschaft professionell unterstützt.

Eine gute Wurfauslage brachte beste Ergebnisse!

Am Freitag, dem 12.07.2019, findet wegen der mündlichen Prüfungen kein Unterricht statt

Eine seit diesem Schuljahr bestehende Kooperation zwischen der Fachoberschule Bayreuth und unserer JES ermöglichte 25 Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe, an einem „Schnupper-Vormittag“ teilzunehmen. Hierbei erhielten die Interessenten in sehr gut vorbereiteten Vorträgen viele wichtige Informationen zur Fachoberschule allgemein sowie zu den verschiedenen Fachrichtungen speziell. Außerdem durften die Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnehmen und dabei in die Zweige Technik, Wirtschaft, Sozialwesen, Gesundheit und Gestaltung hineinschnuppern. Abschließend führten Tutoren die Schülerinnen und Schüler durch das Schulhaus und standen ihnen für Fragen zur Verfügung.

Ein herzliches Dankeschön an den Schulleiter, Herrn Schuberth, sowie Frau Claus als Koordinatorin der FOS/BOS für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung dieses Vormittags; ebenfalls danken wir allen beteiligten Referenten.

 

Im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Katrin Zolleiß (Kooperationskoordinatorin)

Aufgrund der aktuellen Wetterprognose entscheiden wir uns dazu, unseren Schülerinnen und Schülern am Mittwochnachmittag hitzefrei zu geben. Die Busse fahren wie freitags.

Die JES hat erfolgreich am weltweiten Schulprojekt „Lauf gegen den Hunger“ teilgenommen und dabei fast 3000 Euro für Menschen in Not gesammelt.

Für alle Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Klassen gestaltete sich der 31. Mai 2019 anders als gewohnt: So tauschten am vergangenen Freitag 120 Kinder ihre Schultaschen gegen den Sportbeutel und nahmen am weltweiten Schulprojekt „Lauf gegen den Hunger“ teil.

Das Projekt, das von der internationalen humanitären Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger geleitet wird, findet jedes Jahr an hunderten Schulen auf der ganzen Welt statt. Die Spenden, die bei diesem Sponsorenlauf zusammenkommen, unterstützten die Arbeit der Organisation in 49 Ländern.

Im Vorfeld des Laufs fanden an der Schule bereits Themenvorträge statt, bei denen alle Schülerinnen und Schüler von einer Referentin der Hilfsorganisation viel Neues über Mangelernährung und Hunger speziell im diesjährigen Projektland der Republik Tschad erfahren haben.

Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt. Er hat mit sozialen Unruhen zu kämpfen und ist in regelmäßigen Abständen Naturkatastrophen ausgesetzt. Aktion gegen den Hunger leistet Nothilfe vor Ort und hilft beim Aufbau nachhaltiger Lebensgrundlagen, um die Nahrungsmittelsicherheit der Bevölkerung langfristig zu verbessern.

Im Anschluss an den Themenvortrag mobilisierten die Kinder ihr Umfeld und suchten Patinnen und Paten, die ihr Engagement unterstützten.

Dank der Unterstützung aller Lehrkräfte, Paten und der gesamten Schulfamilie war der Lauf 2019 wieder ein großartiger Erfolg!

 

  1. Brey- Jakob

Vom 20. Mai 2019 bis 24. Mai 2019 reisten wir mit unseren drei 7. Klassen nach Baden-Württemberg, um die Residenzstadt Heidelberg und deren nähere Umgebung zu erkunden. Gleich nach unserer Ankunft in der Jugendherberge marschierten wir am Neckarufer entlang in die Altstadt, um selbige bei einer Stadtrallye zunächst näher kennenzulernen. Während der Folgetage besuchten wir das Technoseum in der benachbarten Stadt Mannheim, wanderten von Neckarsteinach aus auf die mittelalterliche Bergfeste Dilsberg im Naturpark Odenwald-Neckartal, besuchten den Heidelberger Zoo und erfrischten uns im kühlen Nass des Tiergartenfreibads. Bevor es Abschied nehmen hieß, genossen wir unseren letzten Abend bei einem gemütlichen, gemeinsamen Grillfest im Atrium der Jugendherberge. Es war eine stimmungsvolle, überaus angenehme Studienfahrt mit durchwegs sehr interessierten, anständigen und v. a. zu begeisternden Schüler(inne)n, für deren Verhalten sie verdientermaßen vielseitiges Lob ernteten. Weil der Neckar aufgrund der vorangegangenen Regentage nicht schiffbar war und wir aufgrund dessen nach Neckarsteinach bedauerlicherweise nicht – wie geplant – mit dem Schiff, sondern der Straßenbahn anreisen mussten, war der einzige Wermutstropfen.

Fazit:Pilotprojekt gelungen – sehr gerne wieder!

Ein ganz herzliches Dankeschön richtet sich an all diejenigen, die diese Fahrt für unsere Schüler(innen) möglich machten!

Dr. Sabine Zimmermann (Gesamtorganisation), Christina Mildner, Katrin Zolleiß, Rüdiger Benker, Tobias Eckhardt & Manfred Schultes

Die Turnhalle der evangelischen Ganztagsrealschule ist Schauplatz eines außergewöhnlichen Tennisevents gewesen. Nach dem Motto „Tennis ist ein toller Sport und spielend leicht zu lernen” erlebten Schülerinnen und Schüler der Jacob-Ellrod-Schule einen aufregenden Schnuppertag rund um den Tennissport. Insgesamt 110 Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe gingen die Herausforderungen des Tennistages hoch motiviert an.

Viel Spaß hatten diese, als ihr Sportlehrer Tobias Eckhardt zu Beginn des Tennistages zu einem Showkampf gegen das Tennismaskottchen „Talentino” antrat. Mit großer Begeisterung schaute das junge Publikum dem Tennismatch zu und unterstützte die beiden Tennisspieler bei einem Tiebreak.

Danach boten Spiele und Übungen den Nachwuchssportlern die Möglichkeit, selbst spielerisch ihr Können unter Beweis zu stellen. Neben Wettkampfstaffeln und Geschicklichkeitsübungen lernten die Fünft- und Sechstklässler die Grundschläge. Dabei wurden sie von professionellen Trainern angeleitet. Die Schülerinnen und Schüler griffen deren Verbesserungsvorschläge gerne auf. Zum Schluss stand noch ein richtiges Match auf dem Programm. Hier hatten die Kinder die Gelegenheit, ihre frisch erworbenen Fähigkeiten auf dem Tennisfeld auszuprobieren.

Tennistrainer Tobias Eckhardt, der an der Jacob-Ellrod-Schule Mathematik, Sport und Informationstechnologie unterrichtet, freute sich über seine engagierten Schülerinnen und Schüler. „Die Kinder hatten sehr viel Spaß und stellten sich mit großer Begeisterung den unterschiedlichen Aufgaben. Es wäre schön, einige Schüler in Kürze auf dem Tennisplatz begrüßen zu können”, wünschte er sich. Seine Wünsche waren mit einem großen Dank an alle, die den Tennistag möglich gemacht hatten, verbunden: Susanne Brey-Jakob, Rüdiger Benker, Ralph Händler und die Sporttutoren der 7a.

 

Viele engagierte Akteure machten die erste derartige Veranstaltung an unserer Schule zu einem vollen Erfolg. Zahlreiche Elternbeiräte organisierten die Bewirtung der ungefähr 300 Besucher in perfekter Weise, unter anderem mit schmackhafter selbst bereiteter Maibowle.
Zwischen den Klängen der Lehrerband „Rocks of JES“, die etliche Gäste mit ihren Oldies aus den 60er und 70er Jahren zum Tanzen motivierten, zeigten immer Schülerinnen und Schüler erstaunliches Können. Nachdem die Gitarrengruppe (5./6. Klasse) mit leisen Tönen begann, ließ es die Schülerband „The Pepperonies“ mit „stand by me“ und „summer of 69“ ordentlich krachen. Marcel Benker brachte mit seiner professionell gespielten Steirischen die Aula zum Kochen, und Neele Ruckdeschel streichelte ihre Gitarre sanft, aber virtuos zu anspruchsvoll arrangierten Balladen.
Auch die Tanzgruppen zeigten sehr hohes Niveau: Klara Prachleitner riss als Tanzmariechen die Besucher mit atemberaubenden Figuren zu Beifallsstürmen hin. Die Gruppe DCC aus Mädchen der Klasse 9b überzeugte durch eine selbst erdachte Choreographie mit Botschaft. Einige Zehntklässler wiederholten unter großem Applaus des Publikums den Flaschmob-Dance, den sie für ihren Abschlussball eingeübt hatten.
Den zahlreichen Mitwirkenden herzlichen Dank und große Anerkennung für die verschiedenen und immer qualitativ hochstehenden freiwilligen Leistungen! (TS)
Fotos: Wolfgang Jerschl