Wer war Jacob Ellrod?

Jacob Ellrod wurde am 7. November 1601 in Kulmbach geboren. Seine Studien führten ihn an die Universität Altdorf (bei Nürnberg), wo er Theologie studierte. Daneben interessierte sich Jacob Ellrod auch sehr für Mathematik und Astronomie.

Die erste Stelle trat er 1633 als Diakonus in Weißenstadt an, von der er 1634 als Archidiakonus (etwas Ähnliches wie ein Ortspfarrer) nach Wunsiedel wechselte. 1654 wurde Ellrod zum Gefreeser Ortspfarrer bestellt. Dieses Amt trat er im Jahr 1655 an.

Zur gleichen Zeit wurde auf dem Reichstag in Regensburg beschlossen, einen einheitlichen Kalender einzuführen, der die Abweichungen zwischen dem Gregorianischen Kalender, nach dem sich die Katholiken richteten, und dem Julianischen, nach dem sich die Protestanten richteten, beseitigen sollte. Diesen sogenannten Mittelkalender vollendete Jacob Ellrod im Jahr 1659 und stellte ihn auf dem Reichstag in Hof vor. Für dieses Meisterwerk erhielt er vom Kaiser Leopold eine goldene Gnadenkette.

Am 28. Juli 1671 starb Jacob Ellrod in Gefrees.

Seine besonderen Verdienste (neben seiner theologischen Arbeit und dem Mittelkalender) lagen in einer ausgezeichneten Vermittlung seiner Fähigkeiten an seine Schüler, die die pädagogische Ader des Jacob Ellrod in hohem Maße lobten.