Ja, der Bleistift ist die wohl bekannteste Mogelpackung der Geschichte. Im Bleistift befand sich noch niemals Blei! Doch dazu später mehr.

Am Dienstag, 21.06.2022 besuchten die Klassen 7b, 7db_b und 8b im Rahmen des Unterrichts im Fach Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen den wohl bedeutendsten Hersteller von Holzstiften, das Familienunternehmen Faber-Castell in Stein bei Nürnberg, welches mittlerweile sehr erfolgreich in der 9. Generation betrieben wird.

In drei Gruppen eingeteilt erfuhren die Jugendlichen etwas über die Geschichte der Bleistiftmine und durften sich die gesamte Produktion holzgefasster Stifte aus der Nähe ansehen.

Doch nun zur Geschichte der Bleistiftmine und dem Betrug, der damit verbunden ist. In einer Bleistiftmine befand sich noch nie Blei! Es war schon immer eine dem Härtegrad entsprechende Mischung aus Ton und Graphit, welche zuerst zu einer homogenen Masse verknetet wurde und anschließend in „Spaghettiform“ gepresst und dann bei 1000° im Ofen gebrannt werden musste.

Im eigenen Museum der Firma Faber-Castell machten wir uns anhand von original erhaltenen historischen Produktionsmaschinen ein Bild über den Produktionsprozess von vor über 100 Jahren.

Im Anschluss besichtigten wir aus nächster Nähe die voll automatisierte Stiftproduktion von heute. Die einzelnen Produktionsschritte vom Holzbrett aus Zedern- bzw. Pinienholz bis zum fertigen Bleistift wurden uns erklärt. Auch das Geheimnis, wie die Punkte auf die Stifte kommen, konnte gelüftet werden.

Nach dem dreistündigen Rundgang blieb noch genügend Zeit, um offene Fragen zu klären. Als Erinnerung an diesen Tag erhielt jeder Schüler ein kleines Geschenk, einen perfekten Bleistift! Zum Abschluss stürmten wir noch den Firmenshop und kauften uns alle noch viele bunte Stifte.

Irmgard Schreiber mit Matthias Ramspeck, Sebastian Leßner und Carolin Dörfler