Um den Klimawandel effizient vollziehen zu können, muss unbedingt ein gesellschaftliches Umdenken sowie Umgestalten zu den gegenwärtigen Energieversorgungsmaßnahmen erfolgen, d. h. weg von fossilen Brennstoffen und hin zu regenerativen Energien; darüber sind sich alle einig. Für die erfolgreiche und dringliche Umsetzung benötigen wir vorrangig kreative Köpfe unserer jungen Generation; auch darüber sind sich alle einig. Entwicklungstechnisch gibt es diesbezüglich nämlich noch eine ganze Menge zu leisten …

Um insbesondere unsere naturwissenschaftlich ambitionierten SchülerInnen des diesjährigen Abschlussjahrganges für dieses hochbrisante Thema zu sensibilisieren, luden wir am Donnerstag, dem 09.12.2021, sowie Mittwoch, dem 15.12.2021, jeweils vormittags unseren Kooperationspartner, die IJF Würzburg, an die JES nach Gefrees ein. Als aktives Mitglied im AK Didaktik der IJF war ich natürlich auf die Umsetzung Vorort mehr als gespannt …

Am ersten Projekttag frischten unsere ZehntklässlerInnen zunächst mittels eines Einstiegsvortrags ihr Grundlagenwissen auf bzw. erweiterten dieses, um anschließend eigenständig Experimente zu Photovoltaik, Windenergie, Mechanik, Schaltkreisen, etc. durchzuführen. Danach war agiles Projektmanagement gefragt; die Herausforderung bestand nämlich darin, ein autarkes „Zukunftsdorf“ mittels ausschließlich erneuerbaren Energien als Hausaufgabe im Team zu planen und entsprechend der am zweiten Projekttag in einem Basiscamp festgelegten Regeln sodann zu erbauen. Im Anschluss wurden die ideenreichen „Dorf-Konstrukte“ präsentiert und hinsichtlich ihrer Effizienz diskutiert. Dabei erhielten unsere SchülerInnen einen Einblick in die alltägliche, für uns selbstverständliche und bis dato völlig unproblematische Energieversorgung und die Auswirkungen, welche dieser unkritische Energiekonsum global sowie regional nach sich zieht, wurde transparent. Kontrastiert wurden daher Chancen und gleichermaßen Hindernisse bei der Umstellung der Energieversorgung, wobei unsere SchülerInnen ein Verständnis dafür bekamen, welchen Beitrag Forschung und Entwicklung zur Lösung der Energieproblematik leisten muss, um dem Klimawandel noch rechtzeitig entgegenwirken zu können. Darüber hinaus wurden von dem Expertenteam berufliche Einstiegsmöglichkeiten aufgezeigt.

Es waren, darüber sind wir uns allesamt einig, zwei sehr gewinnbringende Projektvormittage, an denen unsere potentiellen AbsolventInnen durch forschend-entdeckendes Lernen selbstständig Erkenntnisse erwerben konnten, eine der wichtigsten Soft Skills, um im bevorstehenden Berufsleben Planungsumsetzung(smöglichkeit)en erfolgreich mitgestalten zu können.

Ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön ergeht an alle Mitarbeitenden der IJF und insbesondere an dieser Stelle an die Abgesandten, welche zu uns an die JES gereist waren, um unseren SchülerInnen nachhaltig Wissen zu einem nachhaltigen Thema zu vermitteln. Mit großer Neugier sehen wir nun entgegen, was ihr als nächstes Großartiges für uns „zaubern“ werdet …

Dr. Sabine Zimmermann
Mint-Koordinatorin der JES